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Rost, Sieghard
"Wahrheitssuche in Geschichte und Politik"
Mein berufliches Leben lässt sich durch drei P kennzeichnen: durch zwei Hauptberufe als Pädagoge und Parlamentarier sowie durch einen Nebenberuf als Publizist.
Meine publizistische Tätigkeit begann Ende der fünfziger Jahre mit der Erstellung von Geschichtsbüchern für Gymnasien sowie mit einer 60minütigen Hörfunksendung für den Bayerischen Rundfunk. Als ich mich dann - unbeabsichtigt und nicht geplant - zum Politiker mutiert hatte, wuchs das Bedürfnis, nicht nur in Reden, Vorträgen, Referaten meine Stellungnahmen abzugeben, sondern „ meinen Kampf“ für meine Sache auch schriftlich abzufassen.
So entstanden im Laufe der Jahre - bis in die jüngste Gegenwart - eine Fülle von Schriftdokumenten, die heute Zeugnis abgeben über meine Einstellung zu den Auseinandersetzungen mit dem „Zeitgeist“ in unserer Gesellschaft, der vorgibt, im Alleinbesitz der Wahrheit zu sein. Aber ich hielt dagegen. Auch ich wollte meine Erkenntnis und mein Bekenntnis zu der jeweiligen Problematik vorstellen und nicht verschweigen.
Wenn man will, kann man meine publizistische Arbeit als eine Art missionarische Absicht zur Wahrheitsfindung interpretieren. Ich wollte mit meiner (natürlich subjektiv bedingten) Überzeugung nicht hinter dem Berge halten, sondern den Gegnern eine Alternative aufzeigen und die Anhänger informieren und zur Unterstützung motivieren.
Wie ein kurzer Blick auf die Gliederung dieses Buches ausweist, handelt es sich bei den Dokumenten inhaltlich um geschichts-politische Stellungnahmen als Historiker und CSU-Politiker wie auch um Bekenntnisse als Betroffener meiner Gesellschaftsgruppe der Heimatvertriebenen/Aussiedler mit Schwerpunkt auf dem Pommernland, meiner schicksalsträchtigen Geburts-Heimat.
Die im Buch ausgewiesenen 43 Schrift-Dokumente aus rund fünf Jahrzehnten regen mit Sicherheit auch heute den Leser wie bei der jeweiligen Veröffentlichung des einzelnen Dokumentes zum Nachdenken und zur eigenen Stellungnahme an.
Der Leser möge prüfen, ob er sich mit meiner Wahrheitsfindung anfreunden kann. Dabei darf er auch differenzierend prüfen, welche der drei von Konrad Adenauer aufgezeigten Wahrheiten für meine Dokumente zutreffen:
die einfache Wahrheit,
die lautere Wahrheit oder
die reine Wahrheit.
Sieghard Rost
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