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Nickl, Milutin Michael
"rudimenta rhetorica"
Kommentare zur Kommunikationskultur
Lauf an der Pegnitz 2011, 400 Seiten
Inhaltsübersicht:
Homines in conspectu
Vorrede
Orator, Kommunikator und Repräsentanzkommunikation
Exposé einer eklektischen Rhetorik
Paideia, Medienkontrolle und Medienpädagogik
Zeitgesprächswissenschaft oder Zeitungswissenschaft?
Lingua-franca-Dependenz und biolinguistisches Paradigma
Zur Internationalisierung und Optimierung der German and Communication Studies
Lineamenta des Gegenwartsdeutschen
Vom Godesberger Programm zum derangierten Deutschtum
Spätlese 1980
Inhaltsverzeichnis
Literaturhinweise
Ausug aus der
Vorrede
Politische Kommunikationskultur ohne freie Rede und garantierte Artikulations-,
Info-, Meinungs- und Medienfreiheit, wenngleich nirgendwo schrankenlos gewährt,
ohne individuelle und objektive Freiheitsrechte und Staatszielbestimmungen, ohne
Entscheidungsfreiheit, Stimmfreiheit und komplementäre Rhetoriktraditionen, solcherlei
Kommunikationskultur hätte zumindest keine europäische Bodenverankerung. Ethiken,
Entscheidungs- und Wahlfreiheit, veränderliche Einstellungshaltungen und Erfahrungen,
Glaubensfragen, souveräne Grundrechte, Virtutes, Pflichten, systempolitische Orientierungen,
gesellschaftliche Dissoziierungsereignisse, Reintegrationsoptionen, sogar Evolutionserwägungen
über menschliche Ethnien und Rassen werden in rhetorischen Perspektiven zusammengehalten,
reformulierbar und respezifizierbar durch kognitiv-kommunikative Sprechtätigkeit.
Es lohnt sich, nach Rhetorik zu fragen, woimmer es um res-publica-relational konstituierte
Wissensformen, Wissensfiktionen oder Wissensfragmente geht, um symbolsprachlich-öffentliches
Framing zustimmungsfähiger Fragen oder ums Entkrampfen von Konflikten. Empirisch umrissene
wie realsystematisch aufwendige Quaestiones finitae basieren auf rhetorischen Identitätskernen:
zutreffende Berichterstattung samt justiziablen Tatsachenbehauptungen, ebenso zwischen
Engagement, Erkenntnis und Zeitdruck erzeugte Meinungsangebote. Ob es sich um Kommunikator-
Rollenvariabilität und konkurrenziell-konzertante Kommunikationsrepräsentanz, gesprochene Zeitung
oder um Dubia über Machtfundamente, Plurikulturalität, Verweigerung des Heimat- und
Selbstbestimmungsrechts, um staatsnationale Homogenisierung oder um Volksgruppen-Interferenz
handelt, um Kritik an Legitimitätsprinzipien und Sicherungsmechanismen, Kritik an den
„latest developments“ der Humankommunikationstheorie, oder um Kritik an der mäßigen Mimikry
staatsmännisch getrimmter Akteure und deren Pietas mit oder ohne Kniefall:
Kommunikationskultur äußert sich rhetorisch. ...
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